Der Ansgarikirchhof – das Problem
Der Ansgarikirchhof ist Teil der innerstädtischen Fußgängerzone in Bremen. Die relative Randlage des Ansgarikirchhofs zwischen Obernstraße und Lloydhof führt dazu, dass Besucher- und Kundenbeziehungen zu den Geschäftsanliegern durch stadtplanerische und -gestalterische Mittel ebenso wie durch eine abgestimmte Veranstaltungsplanung immer wieder gepflegt werden müssen.
Die Bremer City leidet unter einer wahrgenommenen „Kleinheit", die aufgrund der gegebenen Begrenzung der 1a-Lagen entsteht. Die unglücklich enge Nachbarschaft der beiden größten Häuser - Karstadt und Kaufhof/Saturn - und die Verbindung der beiden Häuser durch die LLOYD PASSAGE, führt zu einer extrem kompakten 1a-Lage. Alle Randlagen - Wall, Schnoor, Knochenhauerstraße und eben Ansgarikirchhof - werden nicht direkt durch Rundläufe erschlossen. Ein Mangel an Frequenz ist die Folge. Der Ansgarikirchhof muss deshalb bekannter werden und wieder wie selbstverständlich zu einem City-Bummel dazugehören. Die Kundenfrequenz auf dem Platz und damit in den Geschäften und Dienstleistungsbetrieben soll erhöht werden. Insbesondere muss es gelingen, die Laufwege stärker über den Platz und z.B. in den Lloydhof bzw. entlang der Geschäftszeile Bremer Carreé auf dem Ansgarikirchhof zu lenken.
Doch der Ansgarikirchhof und die angrenzenden Quartiere haben Stärken. Leerstände gibt es nur wenige und die Passantenfrequenz ist hoch. Im direkten Umfeld gibt es viele hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Der „Sprung an die Schlachte" eröffnet zusätzlich zahlreiche Möglichkeiten zur Kooperation. Mit der herausragenden Fassade der Handwerkskammer steht ein architektonisches Schmuckstück direkt am Platz.
Ein Projektbericht der Hochschule Bremen aus dem Sommersemester 2007 endet mit dem Fazit, dass die Gründung eines BID die beste Möglichkeit wäre, eine Finanzierung und somit auch die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und Verweildauer zu sichern.




















